Wer heutzutage ein Internetprojekt (eigene Homepage, Webshop etc.) plant, kommt um einen Webhosting- oder Root-Server nicht herum. Das Angebot der Hosting-Firmen ist groß. Viele entscheiden sich für einen vServer mit Linux.

Ein Linux vServer funktioniert wie ein virtueller Speicher mit einem Dateisystem. Der virtuelle Server entlastet dabei die Festplatte des Rechners und kann stabil und sicher die Daten schreiben und transparent auf die physikalische Festplatte abbilden. Um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden, teilt der Linux vServer die Prozessorarbeit, Netzwerkadressen, Dateisystem um den Hauptspeicher auf verschiedene Serverprozesse auf. Dabei hat jeder virtuelle Server ein eigenes Dateisystem, eine dynamische Festplatte wird für alle Gastsysteme verwendet. So wir durch eine System Call Schnittstelle der Hostrechner entlasten. Die Server nutzen den Speicher und die I/O-Ressourcen des Wirtssystems und laufen nur als Prozesse im Rechensystem. Dadurch können Kapazitäten entlastet und gespart werden. Hauptspeicher, der in dem Moment unbenutzt ist, kann so anderen vServern zur Verfügung gestellt werden. Verwendet werden für das System leistungsfähige Multiprozessoren und TCP/IP-Verbindungen im Netz. Die korrekte Verteilung der Datensysteme auf die verschiedenen vServer mit Linux wird durch eine Pakettrennung sichergestellt. Für die Webhoster bedeutet das, die Hardwareressourcen der sehr leistungsfähigen Hostrechner gemeinsam nutzen und für den Kunden sauber trennen. Beim Buchen eines Hosting-Paketes sollten Kunden darauf achten, dass ein SSL-Zertifikat inklusive ist.

Nachteilig an einem Linux vServer ist, dass für den Betrieb ein modifizierter Linux-Kernel benötigt wird. Hat dieser Kernel einen Fehler, sind alle damit verbundenen Linux vServer betroffen. Außerdem ist es nicht möglich, mit dem Linux vServer eigene Routing-Tabellen über das Netzwerk aufzubauen, da Netzwerkverbindungen nicht virtuell erstellt und verwendet werden können. Ein Einsatz als Firewall ist somit auch unmöglich. Hierfür gibt es zwar andere Lösungen, wer einen Linux vServer einrichten möchte sollte das aber bedenken und sich im Vorfeld über eine geeignete Firewall und eventuell zusätzlich entstehende Kosten informieren.