Flash unter Linux ist schon immer ein großes Problem. Teilweise verspricht jetzt die neue Version Adobe Flash Player 10.3 für Linux Abhilfe. Di einzige Ausnahme scheint Linux x86_64 zu sein. Für dieses Paket gibt es keine neue Version, sondern es muss weiter mit dem Adobe Flash Play 10.2 zurechtkommen. Derzeit ist dieser 64-Bit Player für Linux noch auf Square-Beta beschränkt. Heruntergeladen werden kann diese Version unter Adobe Labs.

Wofür ist Flash eigentlich wichtig? Flash wird auf vielen Webseiten verwendet, denn über Flash kann man tolle Animationen und interaktive Webseiten gestalten. Darüber hinaus braucht man Flash um Video auf Videoplattformen zu schauen. Die häufigste Verwendung findet Flash wohl bei Online-Spielen, wie zum Beispiel ein Online Quiz oder wenn man Flashgames spielen will, zum Beispiel Bomberman oder ein Jump’n'Run-Spiel.

Es gibt allerdings schon Berichte von Phoronix, nach denen die 64-Bit-Unterstützung geplant ist. Damit dürfte Adobe Flash Player dann auch unter Linux ohne Probleme laufen. Außerdem ist geplant, dass die kommende Flash Version VA-API für die Video Beschleunigung unterstützen soll. Schon die Flash Version 10.2 ging in diese Richtung. Sie brachte die Unterstützung für NVIDIA VDPAU mit sich. Damit konnten die Inhalte aus dem Flash an den Grafik Prozessor weiter geleitet werden.
Der Adobe Flash Player 10.2 in der Betaversion bringt auch für Linux etwas Neues mit. Endlich lässt sich jetzt auch für Linux die Video-Beschleunigung auf GPU-Basis nutzen. Damit machen Videos auch unter Linux Spaß. Adobe Flash Player 10.2 ist damit die erste Version, die Linux aktiv unterstützt. Bei dieser Version gehen die Farbkonvertierung, das Skalieren und das Video Rendering nicht mehr an die CPU, sondern an den Grafikprozessor. Das kommt der Arbeitsweise von Linux entgegen und sorgt dafür, dass Flash unter Linux bedeutend besser läuft. Eingesetzt wird Flash für Open GL und die Videobeschleunigung VDPAU.

Als VDPAU wird die Video-Beschleunigungs-API von NVIDIAS für Linux bezeichnet. Dieses Programm gibt es inzwischen seit 3 Jahren und es wurde die ganze Zeit über immer wieder verbessert und angepasst. Das Video Decode und Präsentation API für Unix ist nicht nur für Linux gedacht, denn hier handelt es sich um eine sogenannte offene Version, die auch jeder andere Hersteller in seine Video-Dekodier-Engines in den Treibern integrieren darf.